Wie wäre es mit einem Praktikum in Spanien?

In diesem Artikel werde ich über Praktika in Spanien schreiben; Wie laufen sie ab? Funktionieren sie genauso wie in Großbritannien oder anderen europäischen Ländern?

Vor 1992 waren Praktika nur in den Bereichen Pädagogik und Medizin üblich. Seitdem sind sie jedoch in den Großteil aller Bereiche integriert worden und sind wesentlich häufiger. In Spanien haben Praktika nicht dieselbe Bedeutung wie in Frankreich oder Deutschland. Praktika folgen hier einem Studienplan vor dem Universitätsabschluss und helfen den Studenten durch die Berufserfahrung, theoretisches und praktisches Wissen zu verbinden. Aus diesem Grund integrieren die meisten Universitäten Pflichtpraktika in ihre Studiengänge.

Es gibt zwei Arten von Praktika:

Praktika für Studenten: Sie sind Pflichtpraktika, die von den Universitäten organisiert werden und durch eine Vereinbarung (convenio) zwischen der Universität und dem Unternehmen geregelt sind, die „Programas de Cooperación Educativa“ (Programme zur Zusammenarbeit im Bildungswesen) heißt. Ein Mentor wird ausgewählt, um dem Praktikanten im Unternehmen oder am Praktikumsort zu helfen, ein anderer wird in der Universität ausgewählt. Im Allgemeinen werden Praktikanten bezahlt, doch es ist auch möglich, dass sie anders entlohnt werden, beispielsweise durch ein Stipendium. Auszubildende sind durch die Studentenversicherung und eine zusätzliche Versicherung von der Universität abgesichert. Der Praktikant wird nie als wirklicher Angestellter angesehen.

Praktika für junge Absolventen in Eigeninitiative: Eigentlich hat die spanische Gesetzgebung gar kein Gesetz für diese Art von Praktikum. Sie werden über eine Vereinbarung dreier Parteien über die Universität, Assoziationen oder durch Programme wie dem Eurodyssée Programme durchgeführt. Es ist möglich, eine beidseitige Vereinbarung mit dem Arbeitgeber zu treffen und eine individuelle Versicherung abzuschließen, doch das kommt nicht sehr oft vor und Unternehmen verlangen normalerweise eine Vereinbarung mit einer dritten Partei. Diese Praktika sind wie Stipendien bezahlt und die Praktikanten besetzen keine offizielle Stelle, es gibt keine vertragliche Beziehung. Man sollte diese Praktika nicht mit denen verwechseln, die unter einem Praktikumsvertrag (Contrato de Prácticas) laufen, was sehr üblich für junge Absolventen ist, und bei denen Abgaben an Versicherungen gezahlt werden müssen, aber ein festgelegtes Gehalt bezahlt wird.

Spanische Arbeitszeiten sind anders als anderswo: Arbeitstage enden später (gegen 7 oder 8 Uhr abends), die Mittagspause beginnt gegen, und die Arbeitswoche hat insgesamt 40 Stunden.

Einige Ratschläge für dich, wenn du dich für ein Praktikum in Spanien bewerben willst:
Dein Lebenslauf ist wichtiger als dein Bewerbungsschreiben. Du solltest dich also bemühen, einen guten Lebenslauf zu verfassen. Er sollte kurz sein (nicht mehr als eine oder zwei Seiten), einfach, klar und präzise formuliert. Das Ziel ist natürlich, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Gib Acht auf Rechtschreibfehler, in Spanien ist man etwas pingelig, was das betrifft.

Nun bist du bereit für ein Praktikum in Spanien. Ein letzter simpler und wirkungsvoller Tipp noch: Vergiss nicht, du selbst zu sein und zu lächeln.

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