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Ein Praktikum im Ausland

Jedes Jahr entscheiden sich viele Schüler dafür, ein Praktikum in einem anderen Land zu machen, da man sich durch ein solches nicht nur vom Rest auf dem Arbeitsmarkt abhebt, sondern auch unschätzbare persönliche und berufliche Erfahrungen sammelt. Heutzutage stellen Unternehmen mehr und mehr Schüler und Studenten ein, die bereits im Ausland gewesen sind. Tatsächlich werden Schüler, die Praktika im Ausland absolviert haben, als eigenständiger und ehrgeiziger wahrgenommen. Außerdem erwartet man von ihnen, dass sie die Sprache des Landes, welches sie besucht haben, fließend sprechen.

Zudem ist eine Reise ins Ausland sehr bereichernd. Tatsächlich ist ein Praktikum eine einzigartige Erfahrung, an die sich Schüler oft für den Rest ihres Lebens erinnern. Auf sich allein gestellt zu sein, bringt die Schüler dazu, eigenständiger zu werden und insbesondere zu lernen, alleine zu leben. Sie müssen für sich selbst kochen und ihre täglichen Aufgaben allein erledigen.

Basierend auf dem bereits erhaltenen Training und Wissenslevel der Schüler, sollte ein Praktikum normalerweise mindestens drei Monate und bis zu einem Jahr andauern. In dieser Zeit können die Schüler die Gegend bereisen und das neue Land erkunden, eine neue Kultur kennen lernen, ihre Sprachfähigkeiten erweitern und, was am wichtigsten ist, neue Leute kennen lernen. Sich unter andere Menschen zu mischen ist einer der Hauptaspekte eines Praktikums, den die Schüler am meisten genießen, da es ihnen die Möglichkeit gibt, neue Freunde aus verschiedenen Ländern zu finden und ihr berufliches Netzwerk zu erweitern.

Trotzdem ist es wichtig, dass die Schüler die Landessprache sprechen und Zeit mit den anderen Praktikanten verbringen. Viele Schüler haben nämlich die Angewohnheit, meistens bei ihren Landsleuten zu bleiben, sei es, weil sie diese mögen, oder es ihnen einfach mehr Sicherheit gibt. Dadurch können sie nicht von der Gelegenheit profitieren, ihre Fähigkeiten in der lokalen Sprache zu verbessern, und werden so nicht den größten Nutzen aus ihrem Praktikum ziehen.

Während des Praktikums ist Geld ein ständiges Problem vieler Schüler. Allerdings gibt es eine Menge finanzieller Unterstützung durch Stipendien wie zum Beispiel der International Mobility oder des Leonardo Da Vinci Projekts. Außerdem kommt es sehr selten vor, dass Schüler Sicherheitsprobleme haben, da sie ihre Praktika normalerweise in Industriestaaten wie den USA, England, Australien, Deutschland oder Frankreich absolvieren.

Abschließend kann man sagen, dass ein Praktikum im Ausland ein Abenteuer und eine unglaubliche Erfahrung ist, die möglichst alle Schüler zumindest einmal in ihrem Leben machen sollten.

Verbessere dein Englisch – warum nicht mit einem Praktikum?

Ein Aufenthalt im Ausland ist eine gute Möglichkeit, um deine mündlichen Fähigkeiten in einer bestimmten Sprache zu verbessern. Meistens ist dies sogar der Hauptgrund für ein Praktikum im Ausland. Leider bieten sich sogar im Ausland viele Gelegenheiten, vom Pfad der guten Vorsätze abzukommen. Dabei ist jetzt der perfekte Moment, um mutig zu sein und Entschlossenheit zu zeigen. Nur so kannst du deinen Traum, zwei Sprachen fließend zu sprechen, erfüllen. Setze dir ein Ziel für deinen Aufenthalt und konzentriere dich darauf, denn Sprachen lernen ist eine Aufgabe, mit der du dich jeden Tag beschäftigen musst.

In New Romney kommen die Praktikanten beispielsweise aus verschiedenen Ländern, aber es ist trotzdem meistens nicht schwer, andere Landsleute zu finden, mit denen du deine Muttersprache sprechen und Zeit verbringen kannst. Das ist vielleicht einer der gravierendsten Fehler, die man machen kann.Um deine Ziele zu erreichen und dein Niveau zu verbessern, werde ich euch einige Tipps geben, die manchmal offensichtlich sind, die du aber immer befolgen solltest.

Die erste Regel ist ziemlich einfach und offensichtlich: spreche die Sprache, die du lernen willst, die ganze Zeit, überall und mit jedem. Wie du, kommen viele Praktikanten aus anderen Ländern und sind hier, um ihr Englisch zu verbessern. Während du mit ihnen sprichst, bekommst du Übung und kannst ihnen helfen, ihr Englisch zu verbessern. Du solltest nie vergessen, dass es immer einfacher ist, ein gemeinsames Ziel zusammen zu erreichen, weil ihr euch gegenseitig helft. Wenn du also zum Beispiel dein Englisch verbessern willst, musst du Englisch sprechen, schreiben, lächeln und atmen.

Zweitens solltest du bescheiden sein, was bedeutet, dass du Kritik annehmen musst. Akzeptiere, dass andere Leute dir nur deine Fehler aufzeigen wollen, wenn sie dich korrigieren. Die Fähigkeit, mit Kritik umzugehen, ist eine der größten Tugenden für Menschen, die eine Sprache lernen wollen. Nimm es nicht persönlich, sie kritisieren nicht dich persönlich, sondern wollen dir nur helfen, dein Englischniveau zu verbessern. Wir alle müssen erst Fehler machen, um eine Sprache zu lernen.

Dies führt uns zur dritten Regel. Wenn du Fortschritte machen willst, ist es gut, mit Leuten zu sprechen, die schon ein gutes Niveau in der Sprache haben. Es geht nicht darum, andere zu diskriminieren, denn natürlich solltest du mit allen Praktikanten sprechen. Wenn du dich jedoch verbessern willst, musst du mehr Zeit mit Leuten verbringen, die ein besseres Niveau als du haben. Auf diese Weise lernst du viele neue Wörter, bekommst viel Übung und fühlst dich wohler mit der Sprache.

Wenn du dich an diese drei Regeln hältst, wird sich dein Englischniveau verbessern – und die Ergebnisse lassen wirklich nicht lange auf sich warten. Jetzt, da du weißt, dass du auf dem richtigen Weg bist, solltest du dich nicht auf deinen Lorbeeren ausruhen. Das Erlernen einer Sprache erfordert Beständigkeit und Entschlossenheit. Immer, wenn du ein Level erreichst, musst du deine Zielvorstellungen anpassen, um ein höheres Level zu erreichen. Abschließend lässt sich sagen, dass du, wenn du während eines Praktikums eine Sprache erlernen willst, entschlossen, beständig und bescheiden sein musst. Bleib am Ball und nichts wird zu schwer für dich sein.

Kulturschock

Lebst du gerade im Ausland und hast vor, dort eine Zeit lang zu bleiben – und fühlst dich desorientiert? Keine Sorge, das hängt nicht mit deiner Persönlichkeit zusammen (vielleicht bist du kein aufgeschlossener Mensch?); was du durchmachst, ist ein ganz normaler Zustand, der sich „Kulturschock“ nennt. Jeder durchläuft diese Phase auf unterschiedliche Weise: körperlich oder emotional. In ein fremdes Land zu ziehen ist ohne Zweifel immer eine große Herausforderung, weil wir unsere Komfortzone gegen das Unbekannte eintauschen. Damit du dich wieder entspannen kannst, musst du dich mit dem neuen Ort und der neuen Umgebung vertraut machen und eine positive Einstellung entwickeln. Am wichtigsten ist es jedoch, daran zu denken, dass alles gut wird und dass du dich bald stärker und erwachsener fühlst und deswegen bereiter für neue Erfahrungen sein wirst.
Die meisten Wissenschaftler stimmen überein, dass der Kulturschock aus vier Phasen besteht, die man in regelmäßiger Form und abhängig vom eigenen Stresslevel durchläuft.

Aufregung
Während dieser Phase ist alles, was du erlebst, neu und erstaunlich. Du schätzt dich glücklich, an diesem bestimmten Ort sein zu dürfen, das Leben ist schön und du hast eine positive Einstellung. Du fühlst dich unbesiegbar und kannst die Bilder und Geräusche deiner neuen Umgebung genießen.

Rückzug
Diese ist vielleicht die schwerste Phase. Alltägliche Probleme scheinen unüberwindbar, also suchst du Trost bei anderen Landesleuten, die dasselbe durchmachen. Wenn du eine positive Lebenseinstellung hast, machst du diese Phase vielleicht nicht durch!

Anpassung
Wenn du in dieser Phase bist, ist das Schlimmste vorbei und du kannst stolz auf dich selbst sein! In dieser Phase sind deine Gedanken auf eine positive Einstellung ausgerichtet, du bist toleranter und weißt außerdem, wie du anderen hilfst, die die zweite Phase noch überwinden müssen.

Integration
Dir gefällt, wo du bist, du hast dich in der Ortsbevölkerung integriert und kannst dich leicht mit den Ortsansäßigen verständigen.

Wie kannst du den „Kulturschock“ überwinden?
Hör auf dich selbst und sei geduldig! Jeder erlebt ihn, ob man will oder nicht. Aber mit einer positiven Einstellung und Selbstbewusstsein kannst du ihn überwinden und Erfolg im neuen Land haben!

Wie man offener für Neues sein kann und welche Vorteile es bringt

“Es ist besser, seinen Geist durch Erstaunen zu öffnen als durch Glauben zu verschließen“ – Gerry Spence

Wir alle wurden nicht als aufgeschlossene Menschen geboren, aber wir können lernen, wie man einer wird. Abhängig von ihrer Erziehung, ihren Beziehungen oder ihren bisherigen Erfahrungen sind einige eher geneigt dazu, diese Fähigkeit zu entwickeln. Für alles offen zu sein ist eine der schwierigsten Dinge, die man erlernen kann. Jedoch solltest du immer daran glauben, dass du alles erreichen kannst, was du dir vorgenommen hast. Auf diese Weise bist du offen für Menschen und alle Möglichkeiten, die sich dir bieten werden. . So kannst du jede neue Möglichkeit, Kultur, Lebensweise und verschiedene Interessen wahrzunehmen.
In diesem Artikel erkläre ich, welche Vorteile es mir gebracht hat, die Welt um mich herum aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Außerdem möchte ich dir einige Gedanken mit auf den Weg geben, die dir dabei helfen können, eine aufgeschlossenere Person zu werden.

1.Genieße dein Leben. Wenn du für alles offen bist, wirst du dein Leben viel mehr genießen können. Ein Leben ohne geistige Grenzen beschert dir endlose Möglichkeiten, und du wirst jede von ihnen wahrnehmen. Deine Welt wird aufblühen, Türen werden dir geöffnet und du wirst die Welt in bunten Farben sehen anstatt nur in Schwarz-Weiß.
2.Verbessere dich durch deine Arbeit . Eine unvoreingenommene Einstellung ist der Schlüssel zum Erfolg, da du nicht immer Recht haben musst, sondern von deinen Kollegen lernen und so neue Ideen bekommen, dich weiterentwickeln, als Person wachsen und dein Leben bereichern kannst. Heutzutage sind viele Firmen durch die Globalisierung international ausgerichtet und es ist deswegen unerlässlich, aufgeschlossen und fähig zu sein, sich in unterschiedlichen Umgebungen weiterzuentwickeln. Denk daran, dass die Hauptquelle deines persönlichen Reichtums die Leute um dich herum sind.
3.Aktiv Veränderungen herbeiführen. Bevor du irgendwelche Veränderungen in deinem Leben erwartest, musst du selbst das Herzstück der Maschine verändern: deine Denkweise. Echt Veränderungen kommen immer von innen.
4.Verbessere deine Beziehungen zu anderen. Eine unvoreingenommene Haltung erhöht deine Toleranzgrenze, da du die Menschen so akzeptierst, wie sie sind. Für sie ist es daher leichter, mit dir zu reden und dir Dinge anzuvertrauen. Sie unterhalten sich gerne mit dir, weil du eine geduldige Person bist, die versteht, warum sich deine Kollegen heute auf diese Weise verhalten haben, anstatt einfach zu beschließen, dass sie Unrecht haben. Du akzeptierst andere Menschen auch schneller, weil du keine voreiligen Schlüsse über jemanden ziehst.
5.Löse Probleme besser. Studien haben gezeigt, dass die Gedanken von voreingenommenen Menschen negativ sind und sie kein Selbstbewusstsein haben. Sie treffen eher schlechte Entscheidungen, weil sie nicht alle möglichen Lösungen eines Problems bedenken. Engstirnige Menschen neigen zum Versagen, da sie sich immer nur auf das Gleiche konzentrieren und nicht in der Lage sind, verschiedene Perspektiven anzunehmen.

Natürlich bringt dir eine aufgeschlossenere Haltung nicht nur fünf Vorteile, sondern unzählige. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Fähigkeit zu erlernen. Meiner Meinung nach ist es am besten, ein Praktikum in einem anderen Land zu absolvieren. Treffe Menschen aus anderen Kulturen, lerne neue Sprachen, sammle neue Erfahrungen und zu guter Letzt: genieße dein Leben!

Internship-UK: wo ich mich selbst wieder fand

Ich habe die letzten sechs Monate ein Praktikum in New Romney, einer Kleinstadt an der englischen Südküste, absolviert. Mein Ziel war es, mein Englisch zu verbessern. Und das war auch das Einzige, was ich vom Praktikum und von den anderen Praktikanten erwartete. Doch am Ende lernte ich noch viel mehr…
Bevor ich hier ankam, hatte ich immer sehr viel zu tun. Ich studierte, hatte zwei Jobs und arbeitete bei drei ehrenamtlichen Vereinen, wo ich viele Aufgaben hatte und viele Menschen sich auf mich verließen. Letzten Sommer habe ich das alles aufgegeben und bin nach England gegangen. Ich fűhlte mich, wie man mein ganzes Leben in Kisten packen, einmal gründlich aufräumen und einfach eine Pause einlegen. Und ich fühlte mich wohl bei Internship-UK, weil ich keine wichtigen Aufgaben hatte und niemand etwas von mir erwartete. Ich musste nur da sein und das machen, was mir gesagt wurde. Nach den ersten drei Wochen meinte eine Praktikantin, die schon ein bisschen länger da war: „Ich verstehe wirklich nicht, warum du nicht Vorgesetzte der Übersetzungsabteilung bist.“ Ich antwortete „Oh, das ist schon in Ordnung. Ich muss nicht immer ein Vorgesetze zu sein!“ Aber es stellte sich heraus, dass sie im Gegensatz zu mir voraussah, was passieren würde. Zwei Monate später wurde ich tatsächlich die Vorgesetzte der Übersetzungsabteilung. Ich übernahm immer mehr Aufgaben: ich führte die neuen Praktikanten in ihre Aufgaben ein, war für ein paar Tage Event Managerin und am Ende sogar House Managerin des Hauses, in dem ich wohnte. Ich war nun eine Person, die man um Rat, meine Meinung oder einfach nur um Hilfe bat. Und ein Praktikant, der noch nicht so lange in New Romney lebte, sagte „Na endlich!“, als ich ihm erzählte, dass ich nun House Managerin war. Noch jemand, der etwas in mir sah…. Ich denke, dass ich mir mit diesem Praktikum nur beweisen wollte, dass ich eine Person bin, die immer irgendwo eine führende Position übernehmen muss. Es scheint, als müssten wir alle uns von Zeit zu Zeit daran erinnern, wer wir wirklich sind!
Ein weiteres Beispiel: Vor meinem Praktikum dachte ich immer, dass ich nicht kochen kann (ich meine: so richtig!), aber hier war ich Küchenchefin und musste mit anderen das Mittagessen für 30 Personen vorbereiten… und den anderen hat das geschmeckt, was ich gekocht habe. Ich war von mir selbst überrascht, genauso wie meine Eltern, als ich es ihnen erzählte. Jetzt weiß ich, dass ich wirklich kochen kann. Es macht mir nur keinen Spaß!
Ich ging wieder ins Fitnessstudio und machte wieder Sport: einige seit langem mal wieder (wie Zumba und Boxen), einige, die ich schon immer mal ausprobieren wollte, für die ich aber nie Zeit hatte (wie Yoga). Mir wurde klar, wie viel ich die letzten Jahren verpasst hatte. Ich habe auch schon geschaut, ob ich mit all diesen Sportarten in meiner Stadt in Deutschland weitermachen kann.
Und ich habe noch etwas über mich gelernt: ich kann meinen Wohnraum mit 15 anderen Personen teilen! Ich habe ein paar Jahre allein gewohnt und war deswegen ein bisschen verwöhnt, bevor ich schließlich vor einem Jahr mit drei anderen Studenten in eine WG zog. Hier in New Romney lebt man mit mindestens 15 anderen Personen zusammen, und nicht nur das. Man wohnt mit den selben Leuten zusammen, mit denen man auch arbeitet, und man verbringt auch seine Freizeit mit ihnen. Manchmal ging mir das gewaltig auf die Nerven, vor allem, weil du dir diese Leute nicht ausgesucht hast und es vielleicht einige gibt, die du nicht so sehr magst. Manchmal fand ich es jedoch toll, diese Leute um mich zu haben und nie allein im Haus zu sein. Und in den sechs Monaten, die ich hier war, habe ich viele Leute kommen und gehen sehen. Unter ihnen waren ein paar wirklich tolle Leute, die ich bewundere und von denen ich viel gelernt habe. Ich habe mich daran gewöhnt, meinen Lebensraum mit anderen zu teilen, und deswegen ist es jetzt auch so schwer, wieder zu gehen. Doch leider muss ich gehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich viel über die Arbeit, über Führungsverhalten, Kommunikation, das Leben an sich, über Leute und schließlich über mich selbst gelernt habe. Ich habe mich an Dinge erinnert, die ich einfach vergessen hatte, weil ich die letzten Jahre viel zu beschäftigt war, um zu erkennen, was ich wirklich will.
Ich weiß jetzt wieder, was ich vom Leben erwarte, mit welchen Leuten ich meine Zeit verbringen will, welche Dinge mir Spaß machen und an welchen Ort ich gehöre. Und so schwer es auch ist: dieser Ort ist nicht New Romney und ich muss jetzt wirklich nach Hause gehen, wo meine Leute und neue Aufgaben auf mich warten!

Warum fahren die eigentlich auf der anderen Straßenseite?

Jeder weiß um diese merkwürdige englische Angewohnheit, auf der linken Straßenseite zu fahren. Aber es geht nicht nur darum. Dies bringt auch andere Konsequenzen mit sich.
Als ich gerade in Ashford angekommen war, traf ich George, einen Griechen, der in dem Unternehmen arbeitet, wo ich mein Praktikum machen sollte. Als wir aus dem Bahnhof kamen stellte ich zu meiner großen Überraschung fest, dass George ein „normales“, europäisches Auto fährt und kein englisches. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig enttäuscht war, denn ich wollte so gerne ein echtes, „merkwürdiges“, englisches Auto sehen. Aber meine Neugier wurde durch den ebenso merkwürdigen Straßenverkehr gestillt.
Tatsächlich fahren die Engländer auf der linken Seite und für andere Europäer ist dies ziemlich verwirrend, denn wir haben ständig das Gefühl, dass ein Geisterfahrer auf uns zukommt.
So geht es dir nicht nur, wenn du im Auto sitzt, sondern auch als Fußgänger. Man schaut für gewöhnlich zuerst auf die falsche Seite und denkt, dass die Straße frei sei. Man überquert sie dann einfach und plötzlich tauchen Autos auf, die einen fast überfahren.
Der Grund, warum die Engländer auf der linken Straßenseite fahren geht auf die Zeit der Französischen Revolution zurück. Vorher fuhr jeder auf der linken Seite, denn somit war es einfacher, das Schwert aus der Scheide zu ziehen. Um das Jahr 1300 machte Papst Bonifatius VIII. diese Tradition zum allgemeinen Gesetz für die Christenheit. Bis zur Französischen Revolution sollte sich daran auch nichts ändern. Dann setzte Robbespierre diese Regel außer Kraft um die Kirche herauszufordern. Später versuchte Napoleon (er war Linkshänder) diese Regel auf ganz Europa auszuweiten. Er scheiterte allerdings an der Eroberung Englands und konnte dort das Linksfahren nicht ändern. Die Engländer sagen, dass wir diejenigen mit der merkwürdigen Fahrweise sind, denn es ist besser mit der rechten Hand, der stärkeren, zu lenken. Wenn dem aber so ist, dann muss mir jemand erklären, wie man die Handbremse mit der linken Hand bedient.

Meine zweite Familie

Es war Sommer und ich hatte gerade die Wirtschaftsschule abgeschlossen; bereit, die Welt zu erobern. Nach umfangreicher Planung stand fest, dass ich nach England gehen würde, um ein Praktikum zu machen. Ich war 19 Jahre alt und hatte nie zuvor mehr als eine Woche von meiner Familie getrennt verbracht. Ich fühlte mich bereit dafür, hatte aber keine Vorstellung, worauf ich mich eingelassen hatte.
Wahrscheinlich war ich auch ein wenig zu selbstsicher, denn plötzlich war ich allein! Zum ersten Mal musste ich wirklich Verantwortung übernehmen. Ich musste an so vieles denken: aufstehen, kochen und das schlimmste von allem war meine eigene Wäsche zu waschen, was ich nie zuvor machen musste. Ich fühlte mich anfangs ganz schön verloren.
Aber ich lag falsch. Ich war nicht allein. Hier ist man rund um die Uhr mit anderen Leuten zusammen – man arbeitet und lebt mit ihnen. Natürlich hat es seine Vor- und Nachteile, so eng miteinander zu leben. Aber es gab mehr gute als schlechte und viele einzigartige Momente. Das Beste ist, dass ich hier meine zweite Familie gefunden habe. Ich habe die Erfahrung gemacht, wie es ist, Menschen kennen zu lernen, die sich ernsthaft um mich sorgen und für mich da sind.
Auch wenn ich versuche, stark und fröhlich zu erscheinen, dann waren die Gefühle einer 19-jährigen, die weit weg von ihrer Familie ist, manchmal doch sehr stark. Immer wenn mich diese Gefühle überkamen, musste ich nur um mich herum schauen und sah all diese erstaunlichen Menschen, die immer versucht haben, mich aufzumuntern. Durch sie nenne ich diesen Ort „Zuhause.“
Hier allein zu sein ist fast unmöglich, aber es ist genau das, was es so besonders macht. Wir haben so viele Momente gemeinsam erlebt, sowohl bei der Arbeit als auch in der Freizeit, wenn wir großartige Ausflüge gemacht haben und die spaßigsten Partys hatten. Sogar in meinem Zimmer war ich nie lange allein. Immer hat jemand (oder auch mehrere Leute) an meiner Tür geklopft um zu schwatzen, herumzualbern, um Hilfe zu bitten oder einfach nur um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.
Hier habe ich gelacht und geweint. Ich war glücklich und auch traurig. Ich habe mich stark aber auch schwach gefühlt. Eines aber ist sicher: Ich bereue nichts.
Meine Zeit hier geht nun zu Ende. Diesen Ort und die Menschen zu verlassen wird sehr schwierig. Sie sind Teil meines Lebens. Jeder einzelne hat mir etwas mit auf den Weg gegeben und ich habe so viel von ihnen allen gelernt. Ich bin wirklich dankbar für diese Erfahrung und für all die Menschen, die ich treffen konnte. Ich werde New Romney niemals vergessen sowie all die unglaublichen Menschen, die immer einen Platz in meinem Herzen haben werden.

Eine einzigartige Erfahrung – in beruflicher und menschlicher Hinsicht

Ich bin Zakiya, eine 20-jährige Studentin aus Frankreich. Zur Zeit bereite ich mich auf meinen Fachhochschulabschluss in Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Management vor. Diese Ausbildung schreibt ein 5-wöchiges Praktikum in einem internationalen Kontext vor, was ich nun benötige, um mein Semester zu beenden. Ich hoffe während dieses Praktikums wertvolle Arbeitserfahrungen zu machen und auch andere Kulturen sowie die Umgebung und den Lebensstil kennenzulernen. Das Praktikum in England kann in zwei komplementäre Teile zerlegt werden: den beruflichen und den menschlichen Aspekt.
Beginnen wir mit dem beruflichen Teil. Ich mache mein Praktikum in der Marketingabteilung und das erste, was ich an der Arbeit machen musste waren Tests. Es waren fünf Fragebögen, die jeweils aus 100 Fragen bestehen (Marketing, SEO, Social Media, Lebensmittelhygiene & Catering und Gesundheit & Sicherheit) und in denen wir ein bestimmtes Ergebnis erzielen mussten (z.B. 95%). Als dies erledigt war begann unsere Arbeit, die hauptsächlich in der Aktualisierung und Verwaltung von Landing Pages und sozialen Netzwerken besteht, um das Unternehmen zu vermarkten, für das wir arbeiten. Diese sind auch die vorrangigen Marketingwerkzeuge, mit denen wir hier arbeiten. Am Ende eines jeden Arbeitstages, zwischen 17 und 18 Uhr gibt es einen Workshop. Es ist eine interaktive Stunde, in der wir im Versammlungsraum verschiedene Themen diskutieren. Wir lernen bei dieser Gelegenheit voneinander in einer entspannten, freundlichen Atmosphäre.
Der menschliche Teil dieser Erfahrung begann, als ich in New Romney, einer Kleinstadt in Kent mit dem typisch britischen Charme und direkt am Meer gelegen, ankam. Ich hatte nicht erwartet, so schnell eine so wertvolle Erfahrung machen zu können. Die Leute hier sind nett, freundlich, warmherzig und sie geben dir sofort das Gefühl, zu Hause zu sein. Somit ist es auch nicht so schlimm, dass die Familie und Freunde weit weg sind. Ich bin wirklich glücklich darüber, hier zu sein und für Studio-solution.com arbeiten zu können, vor allem durch meine wunderbaren Kollegen. Die Leute, die hier leben und arbeiten kommen aus ganz Europa: Frankreich, Belgien, Deutschland, Dänemark, Italien, Spanien, Griechenland, Polen… Ich denke, dass dieser kulturelle Mix das beste an diesem Unternehmen ist.
Ich hatte vorher bereits Betriebspraktika gemacht, aber sie waren anders. Ich hatte nie zuvor eine Arbeitsumgebung wie diese. Hier kann man sogar seine Englischkenntnisse anwenden. Am Ende werde ich mit unvergesslichen Erinnerungen und Freunden nach Frankreich zurückkehren.

Zu mir selbst finden und mir meiner Fähigkeiten bewusst werden

Im vergangenen Sommer habe ich mich für ein Praktikum in der Marketingabteilung von Studio-Solution beworben. Nach dem Vorstellungsgespräch und einer Menge Papierkram für meine Universität konnte ich endlich am 20.September nach Großbritannien fliegen. Am darauffolgenden Tag begann eine der besten Erfahrungen meines Lebens.
Am Anfang war es sehr schwer für mich: so viele neue Gesichter, verschiedene Kulturen, Arbeitsaufträge und verschiedene Sprachen. Ich war schon ein bisschen eingeschüchtert! Aber schon nach drei oder vier Stunden bemerkte ich, dass jeder im Büro (nicht nur die Chefs sondern auch viele meiner neuen Kollegen) hilfsbereit waren und mich in jeder Situation unterstützten. Sie erklärten mir detailliert alle meine neuen Aufgaben und sie waren dabei sehr geduldig. Ich erinnere mich noch gut daran, dass es mir anfangs sehr schwer fiel, mich an diese völlig andere, englischsprachige Umgebung zu gewöhnen. Aber schon nach einem Monat war alles viel einfacher für mich. Ich habe ein paar sehr nette Leute kennen gelernt, die enge Freunde wurden. Ich habe außerdem verstanden, was meine Position im Unternehmen ist und konnte mich am Ende auch gut in einer Fremdsprache ausdrücken. Es fiel mir viel leichter mit den anderen Englisch zu sprechen. Somit konnte ich auch besser und aktiver am Arbeitsleben teilnehmen.
Am Anfang erschienen mir 93 Tage sehr lang und jetzt, wo mir nur noch vier Tage bleiben, würde ich alles dafür tun, meinen Aufenthalt hier zu verlängern. Studio-Solution wurde mein zweites Zuhause. Während meines Aufenthaltes hier habe ich eine Menge gelernt. Eines der wichtigsten Dinge war, wie ich meine Meinung mit meinen Kollegen teile, deren Meinungen respektiere und wie ich mich selbst und auch die anderen motivieren kann. Ebenso habe ich begriffen, dass Teamwork eine grundlegende Voraussetzung ist, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Genauso wichtig sind außerdem theoretische und praktische Kenntnisse, um die Arbeitsmittel gekonnt anzuwenden. Zudem ist es notwendig, die Arbeitsvorgänge zu verstehen und ein gutes Verhältnis zu den Kollegen aufzubauen. Jetzt muss ich in mein geliebtes Heimatland Italien zurückkehren. Ich muss meine letzten Prüfungen ablegen und meine Masterarbeit zu Ende bringen. Ich bin traurig darüber, diesen herrlichen Ort verlassen zu müssen, aber dank dieser Erfahrung bin ich nun motiviert, all die Kenntnisse, die ich in den vergangenen drei Monaten erworben habe, in die Praxis umzusetzen. Ich hatte mich für ein Praktikum in der Marketingabteilung entschieden, weil es zu meiner bisherigen Arbeitserfahrung sowie auch zu den theoretischen Kenntnissen aus meinem Studium passt. Ich bin froh, dass ich jetzt die Gelegenheit habe, etwas über mein Leben in New Romney und meine persönlichen Erfahrungen zu schreiben.
Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass diese Erfahrung derartige Gefühle in mir auslösen würde. Bevor ich hierher kam dachte ich, dass ich nach fünf Jahren Studium bereits so gut wie alles über mein Studienfach wüsste. Aber während dieses dreimonatigen Praktikums bei Studio-Solution.com Ltd habe ich viele neue Seiten meines Charakters, sowie Schwächen und Stärken, entdeckt. Ich habe meine persönlichen Kenntnisse verbessert und ich konnte mich neuen Herausforderungen stellen. Ich bin mir sicher, dass ich mich an diese Erfahrung und an die Leute, die ich hier kennen gelernt habe, für den Rest meines Lebens erinnern werde. Es war ein gute Erfahrung, zu erkennen, dass es immer etwas Neues zu entdecken und zu lernen gibt!

Mein Leben im Ausland

Bevor ich nach England kam, sagte mir jeder, dass es hier immer regnet und es im Winter sehr kalt wird. Ich erinnere mich, einen sehr warmen Mantel, Handschuhe und Schals in meinen Koffer gepackt zu haben. Ich bin jetzt allerdings schon mehr als drei Monate hier und habe noch nichts von dem kalten Winter mitbekommen, vor dem ich gewarnt wurde. In meinem Heimatland ist es momentan sogar kälter als hier und ich trage noch nicht mal einen Schal! Ja, es stimmt, dass das Wetter hier sehr schlecht sein kann, es kann regnen und sehr windig sein, vor allem am Meer, aber ich denke, dass es dieses Wetter in jedem Land gibt. Ich werde also diese negativen Meinungen über England ein für alle Mal verbannen, weil es in diesem Land nämlich auch vieles gibt, was man einfach lieben muss.
Etwas, das mir hier wirklich gut gefällt ist das Meer. Jede Nacht vor dem Einschlafen, höre ich wie die Wellen den Strand erreichen – ein sehr entspannendes Geräusch. Am Morgen wache ich auf, schaue aus dem Fenster und sehe den schönsten Sonnenaufgang, den man sich nur vorstellen kann. Ich werde davon nie genug bekommen. Ständig schieße ich tausende von Fotos vom Meer, weil es jedes Mal anders aussieht. Manchmal wirkt es, als ob ein Künstler den Himmel mit all seinen Lieblingsfarben angemalt hätte, einfach nur um den Betrachter glücklich zu machen – sehr inspirierend. Der Ausblick aus meinem Haus ist einfach toll. Bei schönem Wetter kann man sogar die Kreidefelsen von Dover sehen und nachts sieht man Milliarden von Sternen am Himmel funkeln. In der Stadt kann man durch Beleuchtung, Autos und Smog nie Sterne sehen. Hier, in New Romney, hat man dieses Problem nicht und ich liebe das! Ich könnte stundenlang in den Sternenhimmel sehen. Das Gedicht „The Old Astronomer to His Pupil“ (wörtliche Übersetzung: Der alte Astronom zu seinem Schüler) von Sarah Williams ergibt nun endlich einen Sinn: ”I have loved the stars too fondly to be fearful of the night“ (wörtliche Übersetzung: Ich habe die Sterne zu sehr geliebt, um noch Angst vor der Nacht zu haben).
Ich mag Shopping wirklich sehr; alle meine Freunde wissen das und genau aus diesem Grund mag ich Wochenendausflüge. Es gibt hier ein paar schöne Orte zu besichtigen, zum Beispiel Folkestone. Es gibt dort viele Geschäfte, nette Cafés und man kann auch am Strand entlang spazieren und den Sonnenuntergang bestaunen, der einfach unglaublich ist. Aber es gibt auch die Möglichkeit in ausgefallene Restaurants zu gehen und für wenig Geld gut zu essen. Ein weiterer schöner Ort für einen Ausflug ist Dover, vor allem wenn man die Natur liebt. Die Kreidefelsen sind wirklich schön. Dort entlang zu laufen gab mir ein unglaubliches Gefühl von Freiheit und Glück und ist es nicht genau das, wonach wir alle suchen?
Mir bleiben noch zwei Monate in England und ich bin einfach froh darüber hier zu sein, diese andere Kultur kennen zu lernen, Menschen zu treffen und all die Dinge zu genießen, die England zu bieten hat. Ich kann es jedem nur empfehlen, wenigstens einmal im Leben ins Ausland zu gehen, weil es eine Erfahrung ist, die man nie vergessen wird und man sich dabei auch selbst besser kennen lernt. Ich bin ein anderer Mensch als noch vor ein paar Monaten. Ich weiß jetzt besser, was ich vom Leben erwarte und was ich nicht möchte und ich habe gelernt, auch die Kleinigkeiten im Leben zu genießen, die einfach so unglaublich glücklich machen können, wie zum Beispiel ein Sonnenuntergang.